Der Standort Borken

Borken

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Die Stadt Borken liegt im westlichen Münsterland im Nordwesten des Landes Nordrhein-Westfalen und ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt im Kreis Borken (Regierungsbezirk Münster) sowie dessen Kreisstadt.

Borken gehört landschaftlich zur Westfälischen Bucht. Die Stadt, die direkt am Nordwestrand des Naturparks Hohe Mark-Westmünsterland und westlich der „Berge“ liegt, wird von der Borkener und Bocholter Aa durchflossen.

 Im Jahre 2001 feierte Borken sein 775-jähriges Bestehen. Borken gehörte 2012 zu den wenigen Städten in Deutschland, die keine eigenen Schulden hatten.

Einwohner: 41455

Fläche: 152,97 km²

Projektstandort

PROJEKTBETEILIGTE:

Caritas Borken

OGS Borken

Cordula Schule Borken-Gemen

BEI FRAGEN:

Michael Wingerath

Turmstraße 13

46325 Borken

spfh@caritas-borken.de

Telefon: 02861 / 94 58 50

Karina Keichel­ Sitterlee:

Herzlich willkommen in Borken

Drei Jahre Lampenfieber gehen nun zu Ende. Und es waren drei wundervolle Jahre, in denen wir viel erlebt haben. Im ersten Jahr der Sommerferien 2012 waren wir im Dschungel und haben den Löwen, der nicht schreiben konnte, unterstützt. Im zweiten Jahr waren wir im Mittelalter mit dem kleinen Ritter Trenk und all seinen Freuden und Problemen. Und nun, im letzten Jahr, haben wir eine „fabelhafte“ Weltreise unternommen.

Auch die Zeit zwischen den Ferien haben wir ausgefüllt mit Theater. Im ersten Jahr war es Schneewittchen und im zweiten Jahr Harry Potter und der Froschkotztrank. Einige unserer Lampenfieber­Kinder konnten in jedem Jahr mitmachen und sind jetzt furchtbar traurig, dass sie auf weiterführenden Schulen sind. Aber auch unsere „Kleinen“, die jetztigen 3.Klässler, die ENDLICH!, nach zwei Jahren, in unserem letzten Jahr mitmachen konnten, sind traurig, dass es vorbei ist.

Den Kindern ist beim Sprachteil überhaupt nicht aufgefallen, dass es Schule war. Denn schließlich ging es um ihr Theaterstück. Und bei dem Theaterteil konnten wir feststellen, dass alle Kinder über sich hinaus gewachsen sind.

Wir sagen DANKE! an alle, die dieses Projekt möglich gemacht und uns unterstützt haben!

Mit ganz lieben Grüßen

Karina Keichel ­Sitterlee

Sprachförderung

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Jana Trienekens, Jana Kaulvers, Melanie Cox

Jana Trienekens:

Ich wirke seit dem ersten Durchgang bei dem Projekt „Lampenfieber“ mit und kann nun auf drei tolle und aufregende Jahre zurückblicken. Ich halte das Projekt für eine wundervolle Möglichkeit, auf einer spielerischen Ebene, die sprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu verbessern. So haben wir in unserer Spracharbeit immer nah an den Inhalten des Theaters gearbeitet und an diesen angeknüpft, sei es zu den Tieren aus Afrika, zum Leben in Mittelalter oder zum Thema Fabeln. Das Projekt gab uns die besondere Möglichkeit, in einer kleinen Lerngruppe zu arbeiten, sodass eine sehr persönliche Atmosphäre entstehen konnte, die sich positiv auf die Lernbereitschaft der Kinder auswirkte. Ich denke, dass die Kinder aus den zwei Wochen einen enormen persönlichen Gewinn mitnehmen. Zum einen wurden in der Theaterarbeit viele persönlichkeitsbildene Effekte erzielt und zum anderen haben sie erfahren, dass Schreiben nicht immer mit schulischem Druck verbunden sein muss, sondern auch Spaß machen kann. 

Jana Kaulvers:

In einer Lernumgebung, die so den meisten Kindern nicht bekannt war, haben die Teilnehmenden erfahren, dass Arbeit an der Sprache, insbesondere das Schreiben verschiedener Textsorten Spaß macht. Durch die Nähe, bzw. Verknüpfung der Themen, die von den Theaterpädagogen parallel mit den Kindern erarbeitet wurden, verstanden die Kinder schnell auch die Notwendigkeit der Schriftlichkeit: In unserem Kontext vor allem wegen des Programmhefts nach zwei Wochen Laufzeit. Unterstützt durch Dozentinnen der Universität Essen konnten die teilnehmenden Studierenden in einem geschützten Raum jeweils die Planungs- und Lehrkompetenzen erweitern und vor Ort in Borken die Institution Schule als zukünftigen Arbeitsplatz besser kennen lernen. Egal ob Verbformen, Mittelalter oder Fabeln: So unterschiedlich die Themen auch waren, sie alle konnten ihre Tauglichkeit für Sprachbildung beweisen. Nachmittags rückten alle noch etwas näher zusammen, wenn mit der gesamten OGS die Kostüme und das Bühnenbild gestaltet wurden, und mit den teilnehmenden Kindern ihre Rollen geübt wurden. Nach drei Jahren der Projektteilnahme bin ich überzeugt, dass das Lampenfieber allen Beteiligten die Möglichkeit gegeben hat, nicht nur inhaltlich etwas zu lernen, sondern auch Neues über sich zu erfahren und sich weiter zu entwickeln.

Melanie Cox:

Aufgrund des spielerischen Umgangs mit Sprache konnten die Kinder im Umfang des Projektes erfahren, wie vielfältig Sprache sein kann. Sprache ist im schulischen Bereich nicht immer mit dem Pauken von Grammatik oder dem Schreiben von Aufsätzen in Verbindung zu setzen. Nein, ganz im Gegenteil:

Sprachförderung muss nicht immer explizit geschehen. In Verbindung mit Themen, die für die Kinder interessant sind, lernen sie verschiedene sprachliche Elemente und Strukturen implizit, wie zum Beispiel die Erkundung verschiedener Textsorten. Im Zusammenhang mit dem Thema Mittelalter ging es beispielsweise um das Schreiben von Rezepten zu Mahlzeiten aus dem Mittelalter, die die Kinder natürlich im Nachmittagsbereich eigenständig ausprobieren durften. Diese Aufgabenstellung umfasst gleich mehrere Dinge: Die Schülerinnen und Schüler lernen die Textsorten genauer kennen und beschäftigen sich gleichzeitig sehr viel intensiver mit dem jeweiligen Inhalt. Die Förderung sprachlicher Kompetenzen geht somit mit einem persönlichen Wissenszuwachs einher.  Das Arbeiten im Team, sowie die theaterpädagogische Arbeit erlauben außerdem die persönliche Entwicklung der Kinder. Sowohl die Schülerinnen und Schüler, als auch wir als angehende Grundschullehrerinnen dürfen aus diesem Projekt wertvolle Erfahrungen mitnehmen. Dafür bin ich sehr dankbar.

Theater und OGS

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Wilhelm Neu, Friedhelm Bruns, Steffi Bockermann

Wilhelm, Anette, Nadine, Steffi:

Liebe Gemener Dschungelbewohner, Ritter und Fabelwesen

Drei Jahre  Sprachcamp in Borken.  Löwen haben schreiben gelernt, Leibeigene wurde zum Ritter geschlagen und Fabelwesen verstehen das Leben. Es war eine schöne Zeit im Projekt Lampenfieber an der Cordulaschule und es hat sich viel bewegt. Wir wünschen euch noch viele  spannende Theatergeschichten.  Ihr müsst nicht alle Schauspieler werden, aber wir hoffen, dass die schönen Erfahrungen und Erlebnisse, die ihr mit uns, dem tollen Sprachteam und eurem großartigen OGS-Team gemacht habt, euch noch lange begleiten.

 

Materialien